In den Alpen über Innsbruck
Ende Februar führte mich eine Hochzeit nach Innsbruck. Hoch hinauf, dorthin, wo die Stadt unter einem liegt und die Bergwelt den Blick bestimmt. Schon die Anreise hatte etwas Besonderes. Früh am Morgen ging es von Weilheim los, begleitet von diesem leisen Kribbeln, das ich immer spüre, wenn ein Hochzeitstag bevorsteht, der anders ist als gewohnt.
In Innsbruck angekommen, lag bereits eine ganz eigene Stimmung in der Luft. Klare Winterluft, Sonne über den Dächern der Stadt und dieses Gefühl von Weite, das Tirol so unverwechselbar macht. Der Hochzeitstag begann entspannt mit dem Styling von Melanie und Andre, die sich an diesem Tag ganz bewusst für eine Hochzeit fernab klassischer Konventionen entschieden hatten.
Getting Ready in Innsbruck – ruhig, reduziert, voller Vorfreude
Das Getting Ready fand mitten in Innsbruck statt. Während draußen das Leben seinen gewohnten Lauf nahm, entstand drinnen eine ruhige, fast intime Atmosphäre. Judith von Brautraum begleitete Melanie beim Anziehen ihres Brautkleides – ein Kleid, das perfekt zur winterlichen Kulisse passte: klar, modern und trotzdem weich in seiner Ausstrahlung.
Andre bereitete sich parallel in seinem Anzug von Luis Trenker vor. Zeitlos, elegant und mit alpinem Charakter – genau das Richtige für eine Hochzeit in den Bergen. Haare und Make-up wurden von Wearhouse umgesetzt, dezent, natürlich und perfekt abgestimmt auf das klare Licht draußen.
Schon in diesen Momenten war spürbar, wie sehr sich die beiden auf diesen Tag freuten. Kein Stress, keine Hektik – nur dieses leise Lächeln, das man trägt, wenn man weiß, dass gleich etwas ganz Besonderes passiert.
Mit der Nordkettenbahn hinauf in die Berge
Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zur Nordkettenbahn. Die Fahrt nach oben ist jedes Mal ein Erlebnis für sich. Innsbruck blieb unter uns zurück, während sich die Bergwelt immer näher anfühlte. Innerhalb weniger Minuten wechselte die Kulisse von urban zu alpin. Genau diese Gegensätze machen Hochzeiten in Innsbruck so einzigartig.
Oben angekommen zeigte sich einmal mehr, wie schnell sich das Wetter in den Bergen ändern kann. Kaum hatten wir den Gipfel erreicht, zog ein Schneesturm auf. Innerhalb weniger Minuten wurde aus sonnigem Winterwetter ein wildes Schauspiel aus Wind, Schnee und Kälte.

Eine Hochzeit, die sich nicht aufhalten lässt
Doch genau das macht Hochzeiten in den Bergen aus. Sie sind nicht planbar, nicht kontrollierbar. Und genau darin liegt ihre Magie. Trotz gefühlter minus zehn Grad ließen sich Melanie und Andre diesen Moment nicht nehmen. Eingehüllt in ihre Hochzeitskleidung, standen sie mitten im Schneetreiben, hielten sich fest und lachten dem Sturm entgegen.
Diese Bilder entstehen nicht im Warmen. Sie entstehen draußen, wenn man sich traut, dem Moment zu vertrauen. Für mich als Hochzeitsfotograf sind solche Augenblicke unbezahlbar – ehrlich, roh und voller Gefühl.
Die Trauringe aus der Schmuckwerkstatt Natters funkelten trotz Schneeflocken, der Brautstrauß von Blumen Charisma setzte einen sanften Kontrast zur rauen Umgebung. All diese Details fügten sich ganz selbstverständlich in diese winterliche Hochzeit ein.
Wärme finden – und den Moment genießen
Als der Wind schließlich zu stark wurde, zogen wir uns in ein liebevoll gestaltetes Iglu zurück. Drinnen wurde es endlich ruhiger. Wärme, leises Lachen, durchgeatmete Momente. Genau diese Pausen machen einen Hochzeitstag so rund – sie geben Raum, alles Geschehene wirken zu lassen.
Dort wartete auch eine Hochzeitstorte von Die Tortennascherei, die nicht nur optisch perfekt in diese alpine Winterhochzeit passte. Ein kleiner Genussmoment mitten im Sturm, der diesen Tag abrundete.
Innsbruck und die Nordkettenbahn – perfekt für eine Hochzeit in den Bergen
Diese Hochzeit hat einmal mehr gezeigt, wie besonders Innsbruck als Hochzeitsort ist. Die Nähe zwischen Stadt und Bergen, die Nordkettenbahn als Verbindung zwischen zwei Welten und diese einzigartige alpine Stimmung schaffen Erinnerungen, die bleiben.
Eine Hochzeit hier fühlt sich frei an. Echt. Ungefiltert. Und genau das spiegelt sich in den Bildern wider – Momentaufnahmen eines Tages, der sich nicht wiederholen lässt und gerade deshalb so wertvoll ist.

































